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Es werden Posts vom September, 2014 angezeigt.

An Dich.

Hallo U.! Wie geht's dir da oben? Ich war so lange nicht mehr bei dir. Obwohl du, auch nach all den Jahren, sehr präsent bei mir bist. Ständig. Ich denke, das weißt du. Ich wollte mich bedanken. Dafür, dass du soviel Geduld mit mir hast. Und dafür, dass du immer ein  offenes Ohr hast. Auch dafür, dass du so gut acht gibst auf die Wuselzwerge. Und dafür, dass ich so viele schöne Erinnerungen durch dich und  mit dir habe. Ich denke gerne an den Lebensabschnitt, in dem du mich begleitet hast. Du hast nie die Wichtigkeit meiner Anliegen in Frage gestellt. Du hast mich wegen meiner Sorgen nie belächelt. Du hast mich mit 12 genauso ernst genommen wie mit 18. Das macht dich so wichtig für mich. Ich vermisse es durchaus mit dir zu fachsimpeln. Texte zu übersetzen, Stephen King bzw. seine Bücher zu analysieren. Ich vermisse es von dir den besten aller Eiscafés serviert zu bekommen. Und so belanglos wie mit dir Eis essen zu gehen. In der Eisdiele. Ich war bish...

Ausrufezeichen!

Und da ist er! Der Rappel! Der Alles-muss-anders-werden-Punkt! Nach nur zwei Nächten mit unruhigem Schlaf des kleinen Wuselzwerges und der ersten Niederlage in Sachen Kuchen bin ich endgültig am Rappel angekommen. So wie in  den letzten Monaten geht es nicht weiter. Das habe ich schon oft verbalisiert aber erst jetzt, 3:46 Uhr, ist es tatsächlich soweit. Ich will wieder mehr Zufriedenheit in meinem Alltag. Und weniger Zuckertröster. Und mehr Energie für die kleinen Dinge. Jetzt. Das geplante Nein durchzusetzen und keinerlei Kompromisse einzugehen, zermürbt mich beim Gedanken daran. Warum weiß ich nicht. Denn es ist nicht mein Ding . Nicht meine Aufgabe. Nicht meine Familie! Und nichts geht mir über meine Familie! Das ist ein Aufschrei! So viele Ausrufezeichen kann ich gar micht setzen, wie es mir zumute ist!  Es! Muss! Anders! Werden! Jetzt!!! Einen Plan hab ich natürlich schon.  1. Nicht mehr das Ding machen. 2. Trinken ( keinen Alk...

Jeden Tag "erste Male"

Derzeit fühlt sich alles etwas unwirklich an. Tag täglich erste Male.  Das erste Mal mit meinem Vater auf dem Spielplatz - mit meinen Kindern.  Das erste Mal mit Papa im Kino.  Das erste Mal ihn persönlich vorzustellen.  Nicht nur von ihm zu erzählen. Ihn dabei anfassen können. Hier. Bei mir. In meinem Alltag. Nicht im Urlaubshochgefühl.  Das ist so unglaublich. Toll und unwirklich zugleich. Ich fühle mich manchmal wie ein kleines Mädchen.  Vergangenheit kann man nicht nachholen. Das ist eine Tatsache. Aber manchmal ist es doch ganz schön zusätzliche Zeit zu bekommen. Es rührt mich, wie vertraut die Wuselzwerge mit dem Tubaopa sind. Es tut gut, Wurzeln zu spüren, die so unbekannt weit weg schienen. Es festigt mich. Glaube ich.  In jedem Fall ist es tatsächlich ein ganz anderes Gefühl jemanden seinen Vater  vorstellen zu können. Ich bin die Tochter meines Vaters. Und darf ihm jeden Tag neues zeigen. Ihm Dinge b...

Freundschaft

Das Thema lässt mich gerade nicht los. Ich scheine meinem "Wo-bin-ich-Wo-steh-ich-Was-will-ich" Punkt wieder ganz nahe. Freundschaft und wie sie sich entwickelt. Freundschaft sollte, wie man dem Wort frei nach interpretieren kann, freu(n)de schaf(f)en. Natürlich nicht permanent. Denn hin wieder schaffen mich Freunde und Freundschaften. Das war schon ohne Kinder so und nach fast 4 Jahren Elterndasein scheint es Zeit für ein Resümee. Wo bin ich also inmitten meines Freundeskreises? Vor 4 Jahren habe ich eine sehr lange und einstmal intensive Freundschaft im Wandel erlebt. Neue berufliche und lebensplanmäßige Orientierung einerseits und der völlig unbekannt neue Abschnitt meinerseits schienen Wege zu splitten. Nicht negativ, aber eben auch nicht förderlich. Wir haben uns freundschaftlich so durchgeschleppt, versucht uns mit als zwanglos deklarierten Treffen gegenseitig auf dem Laufenden zu halten und sind am Ende am aufzwängendem Gefühl, etwas aufrecht zu ...

Wenn die Abende kürzer werden...

... dann liegt es, allgemein bekannt, daran, dass man Kinder hat. Hab ich mal gehört. Denn Kinder schränken ein. Oder? Nach zwei wundervollen Abenden mit netten Gesprächen, gutem Essen, leckerem Alkohol und herrlichem Kindergewusel komme ich zu der Erkenntnis - Nein mit Ausrufezeichen! Selten waren Abende intensiver! Mag zwar sein, dass ich gestern einen verfrühten Zwangsfeierabend hatte, aber auch nur deswegen weil es wohntechnisch und gewissenstechnisch nicht machbar ist, die Wuselzwerge allein in der Wohnung zu lassen. Das ändert jedoch nichts daran, dass wir, seit wir Eltern sind, unverändert lange und schöne Abende haben. Ich denke da an einen Kurztrip ins Rheinland mit 10 Wochen altem Erstlingszwerg, dazugehörenden Wein (für alle außer mich, für mich gabs ganz ohne Wehmut Wasser) dem Balkon und lustigen Wii Spielen bis sehr spät in die Nacht. Ich denke an das erste Festival mit 6 Monate altem Erstlingszwerg, dem Fahren mit der Straßenbahn um 23 Uhr genauso wenig...

Große Fische - kleine Fische

Ich geb's ja zu, der Titel ist geklaut. Aber ich bin ja hier unter meiner selbst :-D Wir haben seit heute "Zuwachs" bekommen. Zwei kleine Dori-Doktor-Fische zieren nun unseren Esstisch. Zugegeben - ein bisschen bewegungsfaul sind sie schon. Aber dafür auch mäßig aufwendig in ihrer Pflege.  Bis auf sauberes (Leitungs)Wasser und behutsame Hände benötigen sie nichts weiter. (Foto folgt wenn ich es per Handy hinkriege) Die zwei Glasfische von Leonardo waren mein heutiger Es-ist-sinnfrei-ich-muss-es-haben-Kauf. Und was soll ich sagen. So sehr hat mich Krusch noch nie verzückt. Und! Meine Vase hat tatsächlich mal eine Funktion! Also eine sinnfreie aber durchaus hübsche noch dazu. Einstauben kann sie auch noch später. Jetzt haben wir neben den zwei imaginären Kätzchen und dem hungrigen Tiger zwei echte Glasfische! Wenn das so weiter geht haben wir bald einen ziemlich bunten Zoo. Und bunt nicht nur deswegen weil eines der Kätzchen blau und das ander...

Von Zuckerperlen und Wundersaft

Meine Kinder sind bisher nicht oft krank gewesen (ok - mit diesem Hinweis ans Universum werden sie es nun wahrscheinlich - bitte nicht!!). Dennoch wissen sie ganz genau was sie brauchen wenn es doch einmal so weit ist. Der fast 2,5 jährige Wuselzwerg braucht z. B. bei allen kleinen Wehwehchen Zahnungsglobuli. Bestenfalls in selbst gewählter Dosierung (die ich natürlich nicht gestatte). Der fast 4 jährige Wuselzwerg besteht hingegen bei fast allem auf ein "warmes Tier" (gefüllte Getreidekissen in einem Kuscheltier versteckt). Dabei ist es egal ob es draußen 30 Grad oder 0 Grad hat - notwendig sind sie immer. Bei komplexeren Krankheitserscheinungen, wie Wehwehchen und Popel, die nicht den Weg nach draußen finden, hilft bei allen beiden nur eins - Zwiebelsaft vom Plastiklöffel! Kein Metalllöffel und kein Trinkgefäß dürfen bei diesem Zaubertrunk angewandt werden... er wirkt scheinbar NUR  mit der Gabe vom Plastiklöffel - da sind sich die Zwei ziemlich einig. Au...

"Ich will nicht!" und "Ich muss aber!"

Ohne Laptop und somit mit Zwangspause in gewissen Bereichen im Leben, entdecke ich Funktionen an meinem Handy nach denen ich bisher nicht gesucht habe. Zum Beispiel die Internetfähigkeit. Also beginne ich doch noch einmal mit dem Bloggen hier. Zu viel in den letzten Monaten, das ich gern festhalten würde. Ich werde wieder nicht regelmäßig schreiben aber ich hoffe auf ein paar Gedankenstützen und Aha-Momente a la Momo. Meine Geduld ist nicht sehr groß. Zwar wird mir das als liebenswerte Eigenschaft nachgesagt aber ich glaube die flunkern alle nur. Wenn mein fast 4 jähriger Zwerg morgens aufwacht und als erstes "Ich will kein Licht! Ich kann nicht aufstehen! Mamaaaaaa! Ja! Nein! Maaaaamaaaaaaaaaa! Ich kann nicht!" Dann ist jegliche Nervenreserve die ich mir in 10 Stunden Nachtschlaf des Zwerges angesammelt haben sollte sofort aufgebraucht. Und mit sofort meine ich sofort. Mit muffeligen, unfreundlich Menschen konnte ich noch nie. Das jetzt mein Heiligstes genau ...